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Jeder kann sich an der Energiewende beteiligen

Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford tauscht Erfahrungen mit Photovoltaik-Anlagen aus

Herford. Wie sich jeder Mensch an der Energiewende und somit am Klimaschutz beteiligen kann - dieses Ziel zu vermitteln, hat sich die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford eG (FEGH) auf die Fahnen geschrieben. Am Bünder Fußweg informierten sich Mitglieder und Interessierte, wie Photovoltaik-Anlagen funktionieren und welche Erfahrungen Herforder damit gemacht haben. 


Wenn sie einmal auf dem Dach montiert sind und die Elektrik installiert ist, liefert die Anlage bei Sonneneinstrahlung kontinuierlich Strom. "Die Sonne schickt keine Rechnung und die Technik ist so ausgereift, dass sie ohne Schäden mindestens 20 Jahre läuft", berichtet Markus Strathmann. Nach zehn Jahren seien die Investitionskosten wieder drin, heißt es in einer Mitteilung der FEGH. 


Von der CO2-Bilanz her gesehen sei Windenergie besser, doch auch eine Photovoltaik-Anlage habe die Energie, die bei der Produktion aufgebracht wurde, nach drei bis fünf Jahren wieder ausgeglichen.


Bei Familie Pörtner läuft seit 20 Jahren ein Luft-Wärme-Tauscher für Warmwasser und Heizung in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage. Für ein Kilowatt Strom, der zum Betreiben der Pumpe erforderlich ist, werden fünf Kilowatt gewonnen. Hier habe die Technik in den vergangenen Jahren zudem große Fortschritte gemacht.


Der Ingenieur Volker Straker nennt beispielhaft eine Siedlung in Norderstedt, die ihr eigenes Stromnetz betreibt und mit Methangas-betriebenem Blockheizkraftwerk, Strom- und Wärme-Speichern, Photovoltaik und der Verpflichtung, ein Elektroauto anzuschaffen, sich mit ausschließlich erneuerbaren Energien versorgt: "So etwas funktioniert nur durch Initiative von Interessierten, die sich zusammenschließen, und wenn Baudezernent und Politik die Idee unterstützen." 


Sein Anliegen ist es, sogenannte Klimaschutzsiedlungen voranzubringen. Diese werden vom Land gefördert. Dass sich immer mehr Quartiere und Nachbarschaften selbst mit erneuerbarer Energie versorgen, ist Konzept bei der FEGH. Ein ganzheitliches Energiekonzept ist die Idee dieser Bürgerinitiative, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Weitere Informationen per E-Mail unter info@energiegenossenschaft-herford.de oder unter Tel. (0 52 21) 1 02 27 75.

 

© 2014 Neue Westfälische
09 - Herford, Freitag 12. September 2014

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