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Neubau produziert eigenen Strom

B&S weiht barrierefreies Gebäude an der Bahnstraße ein

 

Bünde. An der Bahnstraße in Ennigloh sind 23 Wohnungen entstanden. Auch die Geschäftsstelle des Kreisverbands Herford des Sozialverbands Deutschland (SoVD) ist mit im Haus. Petra Eggert-Höfel, Vorstandsvorsitzende der Bau- und Siedlungsgenossenschaft, und Bürgermeister Wolfgang Koch weihten das barrierefreie Gebäude nun gemeinsam ein. Einige der Wohnungen sind bereits bewohnt, andere sind noch frei.


"Wir sind sehr glücklich mit dem Neubau, dass jetzt auch Menschen mit dem Rollstuhl zu uns kommen können", sagte Günter Wieske, SoVD-Vorsitzender im Kreis Herford. Das gesamte Haus ist barrierefrei gestaltet. Die Türen öffnen und schließen automatisch, ein Aufzug fährt bis in den zweiten Stock. Auch die Bäder sind barrierefrei, die Duschen sind ebenerdig, die Tür zum Bad eine Schiebetür. Zum Balkon ist nur eine minimale Schwelle zu überwinden, so dass die Bewohner auch im Rollstuhl auf den Balkon fahren können.


Die 23 Wohnungen setzen sich aus 12 Einzelzimmer-Apartments, 7 Zweizimmer- und 4 Dreizimmer-Wohnungen zusammen. In Kooperation mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen haben einen Teil der Wohnungen Menschen mit einer psychischen Erkrankung bezogen. Ein Drittel der Wohnungen ist für Menschen mit Behinderung vorgesehen, die dort selbstständig wohnen und bei Bedarf betreut werden.


Bauherr und Eigentümer des Gebäudes ist die Bau- und Siedlungsgenossenschaft (B&S). Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit sind im August die ersten Bewohnern eingezogen. Knapp drei Millionen Euro hat die B&S in das Gebäude investiert, 1.300 Quadratmeter Wohnfläche sind entstanden.


Für die Energieversorgung kooperiert die B&S mit der Friedensfördenden Energie-Genossenschaft Herford. Auf dem Dach des Neubaus ist eine große Photovoltaikanlage installiert, jeder Wohnung sind je nach Größe und zu erwartendem Verbrauch zwei bis drei Photovoltaikmodule zugeordnet. Den erzeugten Strom verbrauchen die Bewohner zu vergünstigten Tarifen. Was sie nicht verbrauchen, wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist.


Mehr als die Hälfte der Wohnungen sind bereits vermietet. Gabriele Cox ist als eine der ersten am 8. Oktober in ihre Zwei-Zimmer-Wohnung eingezogen. Die Haustür erreicht sie über den Laubengang, der große Balkon liegt vor Wohn- und Schlafzimmer, die Fenster sind groß, die Räume hell. Sie fühlt sich sehr wohl.


© 2014 Neue Westfälische
11 - Bünde, Donnerstag 27. November 2014

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