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Bürgerstrom - Veranstaltung in Herford

Thomas Nußbaum von den Bürgerwerken hielt im HudL einen Vortrag zum Bürgerstrom, den die FEGH eG seit November anbietet.

"Bürgerstrom für die Region" am 15.11.2017 im HudL

mit Thomas Nußbaum von den Bürgerwerken


Klimawandel – wie oft haben wir dieses Wort in den vergangenen Wochen gehört, sei es im Rahmen der Sondierungsgespräche oder im Zusammenhang mit der Weltklimakonferenz in Bonn. Dass etwas Besorgniserregendes geschieht, ist unübersehbar; dass kaum ein Politiker ernsthaft bereit ist, die notwendigen Rückschlüsse zu ziehen, auch. „Also müssen wir von unten, als Bürgerinnen und Bürger in einem regionalen Verbund etwas unternehmen“, sagt Eric Manegold, Mitglied der neuen Bürgerstrom AG in der Friedensfördernden Energie-Genossenschaft Herford (FEGH). Ein Ziel der FEGH ist, die regionale Energiewende zu beschleunigen. Deshalb wurden in den letzten Jahren zahlreiche PV-Anlagen initiiert und 6 selbst gebaut, wobei die jüngst prämierte bei der Biolandgärtner Ulenburg in Löhne besondere Erwähnung verdient.

Die FEGH ist inzwischen auf mehr als 160 Mitglieder angewachsen und ihrerseits seit kurzem Mitglied in einer starken Gemeinschaft von 75 Energiegenossenschaften, die sich unter dem Dach der Bürgerwerke zusammengefunden haben, um zertifizierten Ökostrom anbieten zu können. Wenn schon fast die Hälfte des aus erneuerbarer Energie in Deutschland erzeugten Stroms privat produziert wird, sollte auch die Vermarktung andere Wege gehen. Auf Basis dieser Überzeugung hatte die FEGH in das Haus unter den Linden in Herford eingeladen, wo der Referent Thomas Nußbaum von den Bürgerwerken nach seinem Vortrag allen Interessierten Frage und Antwort stand.

Zuvor erläuterte Barbara Rodi (Vorstand der FEGH), was der/die Einzelne tun kann, um die Energiewende zu beschleunigen – z. B. die Benutzung des Öffentlichen Nahverkehrs oder des Fahrrades, die Reduzierung des Fleisch- und Milchprodukte-Konsum (50% der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen durch die Herstellung von tierischen Produkten) und des Konsums insgesamt, die Beteiligung an Tauschringen und Foodsharing und – nicht zu vergessen – die Beteiligung an einer Bürgerenergiegenossenschaft. Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden, der Möglichkeiten gibt es viele.

Barbara Rodi richtete einen eindringlichen Appell an die Anwesenden:

Wir sind die erste Generation, die die Klimakatastrophe spürt und die letzte, die sie noch verhindern kann.“

Thomas Nußbaum stärkte mit seinen Ausführungen die Motivation der FEGH-Genossen und -Genossinnen, das Thema „Strom aus Erneuerbaren Energien“ nicht den Konzernen zu überlassen. „Es kann nicht so bleiben, dass der Anteil erneuerbar produzierten Stroms in Herford bei nur 7 %, also weit unter dem Durchschnitt, liegt!“ meint auch Jutta Kesting, ebenfalls Mitglied der Bürgerstrom AG. „Wir sollten alle daran mitwirken, dass der leider angestiegene Pro Kopf Ausstoß von CO2-Emissionen (in Herford 8 t pro Jahr, in Burundi 0,06 t, in Deutschland allgemein 9,4 t.) wieder zurückgeht.“

Die Energiegenossenschaft verfolgt dieses Ziel und möchte es mit Hilfe der Bürgerwerke eG – Strom von Bürgern für Bürger - unterstützen. Die Energiewende kann nur gemeinsam gelingen.

www.fegh.de/ökostrom

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Um die Energiewende auch in Herford und in ganz OWL umzusetzen, gründete das Herforder Anti-Atom-Bündnis eine Energiegenossenschaft.

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